Wenn der SKM die elterliche Sorge für ein Kind übernimmt...

Fragen und Antworten zum Thema Vormundschaft

Was ist eine Vormundschaft?

Eine Vormundschaft beinhaltet das Recht und die Pflicht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes und für das Vermögen des Kindes (§§ 1626 ff BGB).

Wann wird eine Vormundschaft eingerichtet?

Eine Vormundschaft wird eingerichtet, wenn ein Minderjähriger nicht unter elterlicher Sorge steht, z.B. nach dem Tod des Sorgeberechtigten oder wenn den Sorgeberechtigten die Vertretungsberechtigung für den Minderjährigen durch das Gericht entzogen wurde (§§ 1773 ff BGB).

Wer richtet eine Vormundschaft ein?

Eine Vormundschaft wird eingerichtet durch das Familiengericht.

Wer kann Vormund werden?

Zum Vormund kann bestellt werden eine geeignete Einzelperson (Voraussetzung ist ihre Geschäftsfähigkeit), ein vom Landesjugendamt anerkannter rechtsfähiger Verein oder das Jugendamt.

Wann endet eine Vormundschaft?

Die Vormundschaft endet mit der Volljährigkeit.

Mit wem arbeitet der Vormund zusammen?

Der Vormund arbeitet mit dem Gericht, dem Jugendamt und allen öffentlichen Stellen und Personen zusammen, die an der Erziehung des Kindes beteiligt sind, z.B. Pflegeeltern, Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen, Kindergärten, Ärzten und Therapeuten.